Mit oder ohne Keller bauen? Was die Gründung kostet und was sie bringt
Ratgeber der Pfeil Bauträger GmbH aus Althütte
Ratgeber der Pfeil Bauträger GmbH aus Althütte
Ob sich ein Keller lohnt, hängt vor allem vom Grundstück ab. Auf ebenem Grund mit tragfähigem Boden ist die Bodenplatte oft die einfachere Lösung. Am Hang sieht es anders aus: Auch ohne Keller muss bis zum gewachsenen Boden gegründet werden. Der Keller ist nicht gratis, aber der Raum, der dort entsteht, ist günstig im Vergleich zu einem Haus ohne Keller mit erhöhtem Gründungsaufwand.
Das ist bei Pfeil anders
Mutterboden und lose aufgefüllter Boden tragen kein Haus. Der Mutterboden wird deshalb unter dem Haus immer abgetragen. Die Lasten müssen bis auf den gewachsenen Boden abgeleitet werden, direkt mit Fundamenten oder über einen verdichteten Bodenaustausch. Bei einer Bodenplatte müssen die Fundamente außerdem frostfrei gegründet sein. Mit Keller steht das Haus ohnehin tiefer im Boden. Wie tief der gewachsene Boden liegt, entscheidet deshalb stark mit, was die Gründung kostet.
Auf ebenem Grund mit tragfähigem Boden ist die Entscheidung vor allem eine Frage des Raumbedarfs. Eins wird dabei oft übersehen: Haustechnik und wenigstens ein bisschen Abstellfläche braucht jedes Haus. Was sonst im Keller Platz findet, muss ohne Keller ins Erdgeschoss. Die Geschosse darüber brauchen dafür mehr Grundfläche, als sie mit Keller bräuchten. Mit Keller bleibt die Grundfläche kompakter.
Am Markt wird das Bauen ohne Keller häufig als die günstigere Lösung beworben, gerade bei Typen- und Fertighäusern. Am Hang muss das Haus talseitig aber trotzdem bis zum gewachsenen Boden gegründet werden. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:
All das sind Kosten ohne Nutzen: Das Geld steckt im Boden, und es entsteht kein nutzbarer Raum. Dazu kommt: Auch am Hang müssen Technik und Abstellflächen ohne Keller ins Erdgeschoss. Die Geschosse darüber brauchen mehr Grundfläche, und jeder zusätzliche Meter Grundfläche am Hang bedeutet wieder mehr Gründung und Auffüllung. Liegt die Straße unten am Hang oder wird das Haus tiefer als die Straße gesetzt, kommen weitere Nachteile dazu. Die zeigen wir im Ratgeber Bauen am Hang
Die teuren Posten: Stützmauern und Gründung
Am Hang sind zwei Posten besonders teuer: Stützmauern und der Mehraufwand für die Gründung, denn gegründet werden muss immer auf gewachsenem Boden. Beides berücksichtigen viele Anbieter in der Angebotsphase nicht.
Erst alle Kosten, dann entscheiden: Ob ein Haus ohne Keller wirklich Vorteile bringt, lässt sich nur entscheiden, wenn die vollständigen Kosten für Erdarbeiten und Außenanlagen vorliegen. Verbindlich rechnen lässt sich das erst mit den Höhendaten vom Geometer. Wie groß der Unterschied ist, hängt vor allem von der Neigung des Hanges ab.
Am Hang wird der Höhenunterschied mit einem Untergeschoss zu Raum. Bergseitig wird es bis auf Erdgeschossniveau angefüllt, sofern Bebauungsplan und Höhenlage es zulassen, und die erdberührte Wand wird abgedichtet. Talseitig bekommt es Fenster und Tageslicht und eignet sich dort für Wohnen, Büro oder Gäste. Am Hang lässt sich deshalb oben noch mehr Platz sparen als auf ebenem Grund: Ins Untergeschoss wandern nicht nur Technik und Lager, sondern sogar Wohnräume. So entsteht eine kompakte Bauweise, deren Fläche sich auf alle Geschosse verteilt. Ein Untergeschoss kostet Geld, keine Frage. Aber statt in Gründung und Stützmauern ohne Nutzen fließt es in Fläche, die Sie nutzen. Wie das Haus dafür in den Hang eingebunden wird, zeigt der Ratgeber Bauen am Hang
| Bodenplatte ist oft sinnvoll, wenn … | Keller oder Untergeschoss ist oft sinnvoll, wenn … |
|---|---|
| das Grundstück eben ist | das Grundstück am Hang liegt |
| der tragfähige Boden nah an der Oberfläche liegt | der tragfähige Boden tief liegt und ohnehin tief gegründet werden muss |
| das Erdgeschoss genug Platz für Technik und Abstellflächen hat | das Haus kompakt bleiben soll und Technik, Lager oder Gästezimmer nach unten wandern sollen |
| das Grundstück groß genug für eine größere Grundfläche ist | das Grundstück klein ist und die Fläche nach unten wachsen soll |
Allgemeine Einschätzung. Was für Ihr Grundstück richtig ist, zeigt erst die Planung mit Vermessung, Baugrund und Gelände.
Unsere Architekten planen das Haus passend zum Gelände, prüfen den Baugrund und wählen die Gründung passend dazu. Die Baukostenermittlung gibt Ihnen früh einen realistischen Überblick mit allen Positionen, auch Gründung, Erdarbeiten, Abfuhr und Deponie, Stützmauern und Außenanlagen. Verbindlich wird es mit dem Festpreis nach der Planung. Darin ist das alles enthalten, und Erd- und Tiefbau sowie Rohbau führt unsere Firmengruppe selbst aus. Mehr dazu im Ratgeber Festpreis beim Hausbau.
Diese Fragen helfen Ihnen bei jedem Angebot, auch bei unserem:
Auf einem ebenen Grundstück mit tragfähigem Boden oft ja. Am Hang nicht unbedingt, weil trotzdem bis zum gewachsenen Boden gegründet werden muss und Stützmauern dazukommen. Wie groß der Unterschied ist, hängt vor allem von der Neigung des Hanges und von Ihren Wünschen ab. Eine gute Planung, die das Gelände berücksichtigt, spart Kosten.
Es fehlt Stauraum, und Technik und Abstellflächen brauchen Platz im Erdgeschoss. Die oberen Geschosse brauchen dafür mehr Grundfläche. Am Hang kommen Unterfüllung, tiefere Fundamente und Stützmauern dazu, ohne dass zusätzlicher Raum entsteht.
Gewachsener Boden ist der natürlich gelagerte, ungestörte Boden unter dem Mutterboden und unter Auffüllungen. Die Lasten des Hauses müssen bis auf ihn abgeleitet werden, direkt mit Fundamenten oder über einen verdichteten Bodenaustausch. Mutterboden und lose aufgefüllter Boden tragen kein Haus.
Ja, aber talseitig muss trotzdem bis zum gewachsenen Boden gegründet und meist aufgefüllt werden, dazu kommen Böschungen oder Stützmauern. Das sind Kosten ohne Nutzen.
Keller oder nicht? Sprechen Sie mit unseren Architekten über Ihr Grundstück.
Über uns: Die Pfeil Bauträger GmbH aus Althütte gehört zur Pfeil Firmengruppe, einem Familienunternehmen mit über 170 Jahren Geschichte in vierter Generation. Planung und Bauleitung übernehmen unsere eigenen Architekten und Bauleiter.