Mit oder ohne Keller bauen? Was die Gründung kostet und was sie bringt

Ratgeber der Pfeil Bauträger GmbH aus Althütte

Ob sich ein Keller lohnt, hängt vor allem vom Grundstück ab. Auf ebenem Grund mit tragfähigem Boden ist die Bodenplatte oft die einfachere Lösung. Am Hang sieht es anders aus: Auch ohne Keller muss bis zum gewachsenen Boden gegründet werden. Der Keller ist nicht gratis, aber der Raum, der dort entsteht, ist günstig im Vergleich zu einem Haus ohne Keller mit erhöhtem Gründungsaufwand.

Das ist bei Pfeil anders

  • Geplant für Ihr Grundstück: Unsere eigenen Architekten planen das Haus passend zum Gelände und wählen die Gründung passend zum Baugrund.
  • Festpreis mit allem: Erdarbeiten, Aushub, Abfuhr und Deponie, Fundament, Entwässerung, Außenanlagen und Stützmauern sind enthalten.
  • Aus eigener Hand: Erd- und Tiefbau sowie Rohbau führt unsere Firmengruppe selbst aus.
  • Früh realistisch, dann verbindlich: Die Baukostenermittlung zeigt früh alle Positionen, der Festpreis nach der Planung ist verbindlich.

Der Grundsatz: Gegründet wird immer auf gewachsenem Boden

Mutterboden und lose aufgefüllter Boden tragen kein Haus. Der Mutterboden wird deshalb unter dem Haus immer abgetragen. Die Lasten müssen bis auf den gewachsenen Boden abgeleitet werden, direkt mit Fundamenten oder über einen verdichteten Bodenaustausch. Bei einer Bodenplatte müssen die Fundamente außerdem frostfrei gegründet sein. Mit Keller steht das Haus ohnehin tiefer im Boden. Wie tief der gewachsene Boden liegt, entscheidet deshalb stark mit, was die Gründung kostet.

Auf ebenem Grundstück: Bodenplatte oder Keller

Auf ebenem Grund mit tragfähigem Boden ist die Entscheidung vor allem eine Frage des Raumbedarfs. Eins wird dabei oft übersehen: Haustechnik und wenigstens ein bisschen Abstellfläche braucht jedes Haus. Was sonst im Keller Platz findet, muss ohne Keller ins Erdgeschoss. Die Geschosse darüber brauchen dafür mehr Grundfläche, als sie mit Keller bräuchten. Mit Keller bleibt die Grundfläche kompakter.

Ebenes Grundstück
Mutterbodengewachsener BodenTechnik,Abstellengrößere GrundflächeTechnik, Lager,Hobby, GästekompaktBodenplattemit Keller123
Bodenplatte
  • Weniger Aushub, schnellerer Rohbau
  • ① Fundamente frostfrei bis in den gewachsenen Boden
  • ② Technik und wenigstens etwas Abstellfläche brauchen Platz: Die oberen Geschosse brauchen dafür mehr Grundfläche
Mit Keller
  • ③ Technik, Lager, Hobby oder Gäste im Keller
  • Die Geschosse darüber bleiben kompakt
  • Mehr Aushub und Rohbau
  • Je nach Boden aufwendigere Abdichtung

Am Hang: Warum „ohne Keller“ selten günstiger ist

Am Markt wird das Bauen ohne Keller häufig als die günstigere Lösung beworben, gerade bei Typen- und Fertighäusern. Am Hang muss das Haus talseitig aber trotzdem bis zum gewachsenen Boden gegründet werden. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Fundamente, die talseitig tief nach unten geführt werden
  • Bodenaustausch oder Unterfüllung bis zum tragfähigen Boden
  • Auffüllung rund ums Haus, gesichert durch Böschungen oder Stützmauern

All das sind Kosten ohne Nutzen: Das Geld steckt im Boden, und es entsteht kein nutzbarer Raum. Dazu kommt: Auch am Hang müssen Technik und Abstellflächen ohne Keller ins Erdgeschoss. Die Geschosse darüber brauchen mehr Grundfläche, und jeder zusätzliche Meter Grundfläche am Hang bedeutet wieder mehr Gründung und Auffüllung. Liegt die Straße unten am Hang oder wird das Haus tiefer als die Straße gesetzt, kommen weitere Nachteile dazu. Die zeigen wir im Ratgeber Bauen am Hang

Gleicher Hang, zwei Lösungen
Ohne KellerKosten ohne Nutzen
Mutterbodengewachsener BodenTechnik,Abstellengrößere Grundfläche1234
  • ① Unterfüllung bis zum gewachsenen Boden
  • ② talseitig tiefere Fundamente
  • ③ Stützmauer, um die Auffüllung zu halten
  • ④ Technik und Abstellflächen brauchen Platz im Erdgeschoss: Die oberen Geschosse brauchen mehr Grundfläche, und am Hang wächst damit auch die Gründung
  • Für all das entsteht kein zusätzlicher Wohnraum
  • Keine Kellerwände nötig
Mit UntergeschossAufwand wird zu Raum
Mutterbodengewachsener BodenTechnik,LagerWohnen,Gästekompakt123
  • ① Technik und Lager wandern ins Untergeschoss, talseitig sogar Wohn- oder Gästeräume
  • Die Geschosse darüber bleiben kompakt: Die Fläche verteilt sich auf alle Geschosse
  • ② Talseitig Tageslicht und Zugang zum Garten
  • Keine Unterfüllung unter dem Haus
  • ③ Bergseitig Abdichtung und Ableitung des Hangwassers
  • Das Untergeschoss selbst kostet Geld, keine Frage

Die teuren Posten: Stützmauern und Gründung

Am Hang sind zwei Posten besonders teuer: Stützmauern und der Mehraufwand für die Gründung, denn gegründet werden muss immer auf gewachsenem Boden. Beides berücksichtigen viele Anbieter in der Angebotsphase nicht.

Erst alle Kosten, dann entscheiden: Ob ein Haus ohne Keller wirklich Vorteile bringt, lässt sich nur entscheiden, wenn die vollständigen Kosten für Erdarbeiten und Außenanlagen vorliegen. Verbindlich rechnen lässt sich das erst mit den Höhendaten vom Geometer. Wie groß der Unterschied ist, hängt vor allem von der Neigung des Hanges ab.

Die Alternative: ein Untergeschoss, das man nutzen kann

Am Hang wird der Höhenunterschied mit einem Untergeschoss zu Raum. Bergseitig wird es bis auf Erdgeschossniveau angefüllt, sofern Bebauungsplan und Höhenlage es zulassen, und die erdberührte Wand wird abgedichtet. Talseitig bekommt es Fenster und Tageslicht und eignet sich dort für Wohnen, Büro oder Gäste. Am Hang lässt sich deshalb oben noch mehr Platz sparen als auf ebenem Grund: Ins Untergeschoss wandern nicht nur Technik und Lager, sondern sogar Wohnräume. So entsteht eine kompakte Bauweise, deren Fläche sich auf alle Geschosse verteilt. Ein Untergeschoss kostet Geld, keine Frage. Aber statt in Gründung und Stützmauern ohne Nutzen fließt es in Fläche, die Sie nutzen. Wie das Haus dafür in den Hang eingebunden wird, zeigt der Ratgeber Bauen am Hang

Entscheidungshilfe

Bodenplatte ist oft sinnvoll, wenn …Keller oder Untergeschoss ist oft sinnvoll, wenn …
das Grundstück eben istdas Grundstück am Hang liegt
der tragfähige Boden nah an der Oberfläche liegtder tragfähige Boden tief liegt und ohnehin tief gegründet werden muss
das Erdgeschoss genug Platz für Technik und Abstellflächen hatdas Haus kompakt bleiben soll und Technik, Lager oder Gästezimmer nach unten wandern sollen
das Grundstück groß genug für eine größere Grundfläche istdas Grundstück klein ist und die Fläche nach unten wachsen soll

Allgemeine Einschätzung. Was für Ihr Grundstück richtig ist, zeigt erst die Planung mit Vermessung, Baugrund und Gelände.

So machen wir es bei Pfeil

Unsere Architekten planen das Haus passend zum Gelände, prüfen den Baugrund und wählen die Gründung passend dazu. Die Baukostenermittlung gibt Ihnen früh einen realistischen Überblick mit allen Positionen, auch Gründung, Erdarbeiten, Abfuhr und Deponie, Stützmauern und Außenanlagen. Verbindlich wird es mit dem Festpreis nach der Planung. Darin ist das alles enthalten, und Erd- und Tiefbau sowie Rohbau führt unsere Firmengruppe selbst aus. Mehr dazu im Ratgeber Festpreis beim Hausbau.

Checkliste: Keller ja oder nein?

Diese Fragen helfen Ihnen bei jedem Angebot, auch bei unserem:

  1. Wo liegt auf Ihrem Grundstück der gewachsene, tragfähige Boden?
  2. Beruht das Angebot auf einer Vermessung mit den Höhen des Geländes?
  3. Wie wird ohne Keller gegründet, und ist das im Angebot enthalten?
  4. Sind Auffüllung, Böschungen oder Stützmauern im Angebot?
  5. Sind die Erdarbeiten enthalten? Und Abfuhr und Deponie?
  6. Wo kommen Haustechnik und Abstellflächen ohne Keller unter?

Häufige Fragen

Ist ein Haus ohne Keller günstiger?

Auf einem ebenen Grundstück mit tragfähigem Boden oft ja. Am Hang nicht unbedingt, weil trotzdem bis zum gewachsenen Boden gegründet werden muss und Stützmauern dazukommen. Wie groß der Unterschied ist, hängt vor allem von der Neigung des Hanges und von Ihren Wünschen ab. Eine gute Planung, die das Gelände berücksichtigt, spart Kosten.

Welche Nachteile hat ein Haus ohne Keller?

Es fehlt Stauraum, und Technik und Abstellflächen brauchen Platz im Erdgeschoss. Die oberen Geschosse brauchen dafür mehr Grundfläche. Am Hang kommen Unterfüllung, tiefere Fundamente und Stützmauern dazu, ohne dass zusätzlicher Raum entsteht.

Was bedeutet „auf gewachsenem Boden gründen“?

Gewachsener Boden ist der natürlich gelagerte, ungestörte Boden unter dem Mutterboden und unter Auffüllungen. Die Lasten des Hauses müssen bis auf ihn abgeleitet werden, direkt mit Fundamenten oder über einen verdichteten Bodenaustausch. Mutterboden und lose aufgefüllter Boden tragen kein Haus.

Kann ich am Hang ohne Keller bauen?

Ja, aber talseitig muss trotzdem bis zum gewachsenen Boden gegründet und meist aufgefüllt werden, dazu kommen Böschungen oder Stützmauern. Das sind Kosten ohne Nutzen.

Keller oder nicht? Sprechen Sie mit unseren Architekten über Ihr Grundstück.

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Über uns: Die Pfeil Bauträger GmbH aus Althütte gehört zur Pfeil Firmengruppe, einem Familienunternehmen mit über 170 Jahren Geschichte in vierter Generation. Planung und Bauleitung übernehmen unsere eigenen Architekten und Bauleiter.